Sonntag, 15. April 2018

Digitalisierung



das Gehirn hatte früher in seinem denken eine kleine Verzögerung eingebaut, dies war gut, da es Reflektion ermöglichte. Seit der Bürger aber zur pawlowschen Reiz-Reaktions-Maschine degradiert wurde, fehlt diese Verzögerung im Gehirn immer mehr.

Vergleiche die Bücher von Frank Schirrmacher und des Neurologen Manfred Spitzer oder Neil Postman der zwar leider zu früh starb, um noch genug vom heutigen Netz mitbekommen zu haben, aber viel vorhersah










(David Cronenberg sah in seinem 1999er Film Existenz vieles voraus)




Emojis / Emoticons = Falsch verstandener Multikulturalsimus! Wozu brauchen wir dunkelhäutige und weisse Emojis ? Früher waren die Emojis gelb, und jeder fühlte sich angesprochen.

Die hautfarbigen Emojis zeugen von Apple Unverständnis davon, was ein SYMbol überhaupt ist. Ein SYMbol vereint verschiedenste Ausprägungen einer Sache in einem einzigen Zeichen. Auf der Hundeverbotstafel ist vielleicht kein Dackelchen abgebildet, aber alle Dackel sind mitgemeint, auch wenn der Hund auf dem Schild eher wie ein anderer Hund aussieht.

Das Gegenteil von SYMbolisch ist: DIAbolisch. Also das Trennende.

Gut möglicht, dass Apple das diabolische repräsentiert, der erste Apple kostete 666 Dollar.




Zuger Zeitung von heute: Die Forscher kamen zum Schluss, dass 70 Prozent der Kinder im Kita -Alter das Smartphone ihrer Eltern mehr als eine halbe Stunde täglich benutzen!

Von Fütter- und Einschlafstörungen bei Babys über Sprachentwicklungsstörungen und Konzentrationsstörungen ist die Rede.

Monika Minar … erzählt beispielsweise von einem Kind, das in einem Buch nicht die Seite umblättert, sondern die für Smartphones und Tablets typische Wischbewegung macht. Oder von einem anderen, das mit dem Finger auf Memory- Kärtchen tippt – anstatt sie umzudrehen . «Viele Kinder werden mit dem Smartphone ruhiggestellt»

Spiele oder Lernprogramme auf Tablets und Smartphones würden oft die Sprache ausser Acht lassen oder sie nur am Rande fördern. «In der Regel braucht das Kind nur einen einzigen Finger», erklärt Minar .

Die emotionale Bindung kommt zu kurz Doch es kann auch negative Folgen haben, wenn die Eltern als Vorbilder und Ansprechpersonen häufig mit digitalen Medien beschäftigt sind. «Die Mutter oder der Vater sind zwar anwesend , weil sie aber durch das Handy abgelenkt sind, kommt die emotionale Bindung oft zu kurz», erklärt Brigitte Eisner-Binkert, die seit 1988 in der Heilpädagogischen Früherziehung – also mit Kindern im Alter bis zu sechs Jahren – arbeitet. Diese Bindung sei wichtig für die früh kindliche Entwicklung , etwa im Bereich der Sprache od er der Denkentwicklung , aber auch was Vertrauen und die Orientierung im Alltag angehe. «Der Stellenwert des Kindes ist schlicht anders, wenn das Smartphone daneben die ganze Zeit piept» , sagt Eisner-Binkert. Ein Beispiel, wirft Monika Minar ein , habe sie auf einem Spielplatz beobachtet: «Eine junge Mutter fotografiert ihr Kind mit dem Handy , um die Bilder danach auf Facebook zu posten –anstatt die Schaukel anzustossen, auf der das Kind sitzt .»

Eikamp ist der Meinung, dass Kinder unter drei Jahren kein Smartphone als Spielzeug brauchen. Die Medizinerin erlebt tagtäglich, wie Smartphones den Alltag von Kindern verändern . «Es ist nahe zu bizarr , dass man heutzutage teilweise zwei- oder dreijährige Kind er untersucht, die den Arzt gar nicht wahrnehmen , da sie die ganze Zeit einen Film auf dem Smartphone schauen.»

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